Prout Performer MEDALISTS 2025

PROUT EXECUTIVES

© DB

Ralf Thieme
Personalvorstand und Arbeitsdirektor; InfraGO AG

Ralf Thieme war Vorstand Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG, also der “Chef aller Bahnhöfe” in Deutschland. Seit Kurzem ist er Personalvorstand und Arbeitsdirektor der DB InfraGO AG. Ehrenamtlich ist er zudem auch Geschäftsführer der DB Stiftung gGmbH. Sein Bild für die Bahnhöfe und deren 20 Millionen Gäste jeden Tag: “Willkommen am Bahnhof”! Die Bahnhöfe sind Orte der Begegnung und offen für Alle, die da sind. Das sieht man an Regenbogenfahnen an vielen Bahnhöfen in ganz Deutschland – nicht nur zum CSD, sondern ganzjährig. Seit diesem Jahr ist insbesondere das riesige Regenbogen-Herz an der Berliner Glasfassade des Hauptbahnhofes ein unübersehbares Zeichen für Alle – auch für die nahe Berliner Politik -, dass die DB und die Bahnhöfe für Vielfalt, Toleranz und Respekt stehen. Diese Haltung trägt er als offen schwuler Vorstand auch in die Kultur und in das Miteinander in einem der größten Infrastrukturunternehmen Deutschlands.

© privat

Manja Greimeier
EVP, Head of Business Area Industrial Solutions EMEA, Member Board of Directors; Continental

Manja Greimeier leitet die Business Area Industrial Solutions EMEA bei Continental und engagiert sich seit April 2024 als ehrenamtliche Sponsorin der LGBTIQ-Community im Unternehmen. In dieser Rolle setzt sie sich mit Überzeugung für Chancengleichheit, Sichtbarkeit und Teilhabe queerer Mitarbeitender ein. Sie unterstützt das interne Netzwerk copride, initiiert und begleitet regelmäßig stattfindende Queer Awareness Sessions und stellt gezielt Budgetmittel für die Teilnahme an CSD-Veranstaltungen sowie für die Zusammenarbeit mit der Proud@Work Foundation bereit. Ihr Ziel ist es, eine Unternehmenskultur zu fördern, in der sich queere Menschen als selbstverständlicher Teil von Continental erleben – in einem Umfeld, das Vielfalt nicht nur zulässt, sondern aktiv lebt. Durch ihr Engagement schafft sie Räume für Dialog, stärkt gegenseitiges Verständnis und trägt dazu bei, dass Offenheit und Respekt zu gelebten Werten im Arbeitsalltag werden. Besonders wichtig ist ihr, dass trotz der Transformation von Continental der Fokus auf LGBTIQ nicht verloren geht und sorgt dafür, dass neue Sponsoren und Partner gewonnen werden, um das Netzwerk zu stärken.

© Nicolas Wefers

Timon Gremmels
Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur; Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur

Als Hessischer Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, der als schwuler Mann selbst Teil der queeren Community ist, setzt sich Timon Gremmels für die Anerkennung und Wertschätzung der unterschiedlichen Geschlechter und sexuellen Orientierungen ein: So wurde beim Hessischen Film- und Kinopreis 2025 auf seine Initiative hin erstmals der QMS RESPECT Award verliehen. Der Preis verleiht queeren Filmschaffenden Sichtbarkeit und lenkt den Fokus auf Identitäten, auf Kämpfe, auf Alltagsrealitäten, die sichtbar sein müssen – weil das Teilhabe schafft und unsere Demokratie stärkt. Gerade in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Polarisierung und politischer Anfeindungen gegenüber marginalisierten Gruppen braucht die Gesellschaft dieses klare Zeichen, ist Gremmels überzeugt. Zudem lud Timon Gremmels anlässlich des CSD Frankfurt 2025 gemeinsam mit der Börsenvereinsgruppe ins Haus des Buches ein. Im Mittelpunkt stand eine Gesprächsrunde darüber, wie sichtbar queere Themen in Büchern und in der Gesellschaft sind – und was wir dafür tun können, um Diversität zu fördern. Und auch im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur selbst setzt sich Timon Gremmels für gelebte Diversität ein – von der Anregung zu Fortbildungsveranstaltungen bis zum Flaggezeigen mit Regenbogen- und IDAHOBIT-Fahnen vor dem Ministerium zum CSD oder Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie.

PROUT VOICES

© privat

Besdegül Ünsal
Business Development Manager Corporate/M&A (Europe); Freshfields


Besdegül Ünsal (Besde) ist seit über dreieinhalb Jahren bei Freshfields tätig. Zunächst arbeitete sie als Senior Transaction Lawyer im Corporate/M&A-Team, bevor sie kürzlich in die Rolle der Business Development Managerin für Corporate/M&A (Europe) wechselte. Neben ihrer fachlichen Arbeit engagiert sich Besde stark für Diversität und Inklusion, insbesondere im Bereich LGBTQ+.
Von Beginn an war sie aktives Mitglied des Halo CE Committees, dem internen LGBTQ+ Netzwerk von Freshfields. Ein besonderes Anliegen war ihr die Förderung von Sichtbarkeit und Vertrauen. So initiierte sie die Einführung der „Person of Trust“, einer Ansprechperson für LGBTQ+-Themen, und absolvierte dazu gemeinsam mit den anderen Person of trust ein Training von ProutAtWork.
Beim Rainbow Day in Frankfurt knüpfte Besde informelle Kontakte zu Vertreter:innen anderer Kanzleien wie Hengeler Müller, Linklaters, AOS, DLA Piper und weiteren. In Gesprächen stellte sie fest, dass viele Kanzleien zwar Interesse an LGBTQ+-Initiativen haben, jedoch häufig durch Budget- und Mobilisierungsprobleme eingeschränkt sind.
Diese Erkenntnis nutzte Besde als Ausgangspunkt für eine gemeinsame Initiative: Ein gemeinsamer Truck auf dem CSD Frankfurt 2025. Die Idee stieß auf große Begeisterung, und Besde gelang es, neun weitere Kanzleien für das Projekt zu gewinnen. Ihr Engagement zeigt, wie durch Zusammenarbeit und Initiative echte Veränderung angestoßen werden kann.

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Youcef Zeghouani
Senior Risk Specialist ESG Sustainability Oversight; Deutsche Bank

Youcef Zeghouani ist Risiko Spezialist im Bereich Nachhaltigkeit und Steering Committee Member von dbPride Berlin, dem LGBTQIA+ Netzwerk der Deutschen Bank mit über 160 Mitgliedern. Er ist auch teil der SteerCo von dbPride Deutschland mit über 800 Mitgliedern. In dieser Rollen setzt er sich für eine offene, respektvolle und vorurteilsfreie Arbeitsatmosphäre ein, in der alle Mitarbeitenden unabhängig von sexueller Identität und Orientierung wertgeschätzt werden.
Als Teil des dbPride Führungsteams organisiert und begleitet er zahlreiche Initiativen, darunter monatliche Stammtische, After-Work-Events, die Teilnahme am CSD Berlin und soziale Projekte wie die Unterstützung der Berliner Aidshilfe. Er fördert den Austausch innerhalb des Netzwerks und pflegt enge Kontakte zu internen und externen Partner wie dem Bündnis gegen Homophobie und der Charta der Vielfalt.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Intersektionalität: Youcef fördert aktiv den Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen unterrepräsentierten Gruppen, etwa durch gemeinsame Events und Panels mit anderen Netzwerken. So entstehen nachhaltige Allianzen und ein ganzheitlicher Ansatz für Chancengleichheit.
2025 ist 25-Jubilaum auf dbPride – ein Meilenstein für ein queeres Netzwerk, das im Jahr 2000 gegründet wurde. Das Netzwerk hat sich seither als Vorreiter für DEI etabliert und wurde mit dem Max-Spohr-Preis ausgezeichnet. Eine renommierte Auszeichnung für Förderung auf sexueller und geschlechtlicher Identität.

© privat

Anna Wischlitzki
Head of Product Integration at Smart Connectivity Services; Siemens Healthineers

Anna Wischlitzki arbeitet seit 2010 bei Siemens Healthineers, in verschiedenen Positionen. Seit 2019 ist sie Führungskraft im Bereich Connectivity Services. Sie engagiert sich vor allem über das Pride Netzwerk des Unternehmens. 2022 wurde ihre Geschichte im Rahmen des Pride Months global veröffentlicht. https://www.siemens-healthineers.com/deu/perspectives/coming-out-at-work
Wischlitzki hat zusammen mit HR und dem Betriebsrat, einen Transleitfaden für Deutschland mit erstellt. Sie ist Transadvokatin für Deutschland. In diese Rahmen begleitet sie Outings, vermittelt im Falle von Unklarheiten und gestaltet die Inklusive Kultur aktiv mit (Geschlechter neutrale Toiletten, Awareness Veranstaltungen, LGBTIQA+ trainings).

PROUT EXECUTIVE ALLIES

© Andre Grohe

Sandra Stibale
Deputy Country Retail Managerin; IKEA Deutschland

Sandra Stibale ist Deputy Country Retail Managerin bei IKEA Deutschland, dem größten IKEA Markt weltweit mit über 20.000 Mitarbeitenden. Für unsere stellvertretende Geschäftsführerin ist Allyship kein Trend, sondern Führungsprinzip. Seit 2023 ist sie offizielle Sponsorin der LGBTQIA+ Dimension und setzt sich strategisch wie persönlich für Chancengleichheit und Sichtbarkeit ein.
Sie fördert das Netzwerk IKEA PRÅUD aktiv – durch ihre Präsenz bei Events, als Ansprechpartnerin und durch strategische Rückendeckung. Das Netzwerk zählt rund 400 Mitglieder und steht im engen Austausch mit der Unternehmensleitung über die Sponsorinnen. Drei virtuelle Treffen pro Jahr mit queeren Speaker:innen sowie die CSD-Anmeldungen sind zentrale Aktivierungsmomente. Viele Maßnahmen werden vom ED&I Team umgesetzt. Sandra bleibt dabei eine konstante, sichtbare Unterstützerin.
Auch außerhalb des Unternehmens zeigt Sandra klare Haltung: Sie nimmt jedes Jahr an mehreren CSDs teil – manchmal auch gemeinsam mit ihrem neunjährigen Sohn, dem sie schon früh erklärt, warum Sichtbarkeit und Akzeptanz so wichtig sind. In Leipzig machte sie deutlich: „Sichtbarkeit zählt und Inklusion ist unverzichtbar.“ In LinkedIn-Posts teilt sie ihre Haltung offen: „Ich glaube fest an eine Welt, in der alle Menschen so sein dürfen, wie sie sind und lieben dürfen, wen sie lieben.“ Drei Dinge sind ihr besonders wichtig: zuhören und lernen, verletzenden Äußerungen entgegentreten und gewünschte Pronomen nutzen!

© Henning Scheffen

Dr. Henrik Ahlers
Vorsitzender der Geschäftsführung; EY Deutschland

Henrik Ahlers arbeitet seit 25 Jahren für EY und ist seit 2021 Vorsitzender der Geschäftsführung von EY Deutschland. Er unterstützt in seiner Rolle das EY interne LGBT+ Netzwerk Unity, in dem er dem Netzwerk in den deutschlandweiten Kommunikationen eine Bühne gibt, persönlich am CSD teilnimmt und nicht müde wird in unterschiedlichen Kontexten zu betonen, dass ihm persönlich und für EY Deutschland Inclusiveness wichtig ist.

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Ulrike Brouzi
Mitglied des Vorstandes; DZ Bank

Ulrike Brouzi, seit September 2018 Vorstandsmitglied der DZ BANK AG, zeichnet sich durch ihre umfassende Expertise und ihr engagiertes Wirken aus. Sie verantwortet essenzielle Bereiche wie Konzern- und Bank-Finanzen, Konzern-Finanz-Services, Compliance sowie das Client Lifecycle Management. Zudem betreut sie die Volksbanken Raiffeisenbanken in Bayern und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des genossenschaftlichen Verbunds.
Über ihre operativen Aufgaben hinaus engagiert sich Ulrike Brouzi als Mitgründerin der AG Vielfalt und in diesem Rahmen als Schirmherrin der LGBT*IQ-Community & friends und nimmt aktiv an den CSDs in Frankfurt teil. Damit setzt sie ein starkes Zeichen für Sichtbarkeit, Diversität und Inklusion. Sie und der gesamte Vorstand der DZ BANK treten entschieden für eine Unternehmenskultur der Offenheit, des Respekts und der konstruktiven Zusammenarbeit ein. Ulrike Brouzi betont dabei die Bedeutung der individuellen Initiative jedes Einzelnen, um diese Werte aktiv mitzugestalten. Ulrike Brouzi wartet nicht auf Signale von anderen, sondern ergreift selbst die Initiative. Ihre Unterstützung als Ally für die Queere Community & friends ist beispielhaft.